Das Konzept Hamburg Maschine


Die heutige Stadt war im 20. Jahrhundert eine repräsentative Bühne, eine produktive Fabrik, eine planerische Infrastruktur, eine gebaute Physikalität und eine soziale Tatsache, getragen von ihrer politischen Gemeinschaft. Sie ist all das weiterhin, wird aber durch die technischen Umwälzungen der kybernetischen Epoche grundlegend verwandelt. Was wird aus den urbanen Systemen im Übergang von einem industriellen zu einem maschinischen und sozio-technologischen Gefüge? Welche Aufgaben kann eine künftige Kunst für und mit öffentlichen Räumen darin übernehmen? Und welche gesellschaftliche Bedeutung kann sie erlangen?
HAMBURG MASCHINE möchte für diesen Umbruch den Aufbau einer Modellinstitution mit vorbereiten. Idealerweise könnte nach Ablauf der zweiten Periode der Stadtkuratorin Hamburg in 2020 ein Grundstein für die neu zu strukturierende und neu auszurichtende Förderpraxis des bisherigen Programms für Kunst im öffentlichen Raum in Hamburg gelegt werden. Die Idee einer Modellinstitution weckt den Wunsch nach einem physischen Ort, der die künftige Institution greifbar, sichtbar, begehbar und nutzbar macht. Solch ein Raum existiert noch nicht. Er soll offen, öffentlich und (daten-) sicher sein und in Zusammenarbeit mit Künstlern und Künstlerinnen gemäß der Maxime entwickelt werden: Mit Kunst Wege öffnen, um ein Momentum zu schaffen für eine Demokratisierung der Demokratie.
Das Programm HAMBURG MASCHINE will die Impulse zur Veränderung aufgreifen und eine neue urbane Kunst mitgestalten. Künstlerischen Möglichkeiten werden den Kunststandort Hamburg und die lokale Verknüpfung der Akteure stärken. Eine basisorientierte kuratorische Praxis wird über den Bezirk Mitte hinaus andere Stadtbezirke einbeziehen.

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