Dokumentation

Stadtgespräch. Metropolitane Perspektiven #4

Urbane Paniken. Antimuslimischer Urbanismus
Dr. Vassilis S. Tsianos (Soziologe, Hamburg)

Mit Pegida ist Rassismus in großem Maßstab als „Stimme der Straße“ präsent. Wie geht Stadtplanung in europäischen Städten mit Migration als urbanistischer Herausforderung um? Während auf ethnische Minderheiten vor allem als „Andere“ verwiesen wird, bleibt Rassismus in den Planungsszenarien oft ein blinder Fleck. Vorgestellt werden das Verhältnis von städtischem Raum und Migrationsprozessen sowie die Konstruktion von Bedrohungsszenarien durch sogenannte Parallelgesellschaften. Mit „urbaner Panik“ bezeichnet Tsianos die spezifische Repräsentation des Verhältnisses von Migration und Stadt. Wie verändert diese Vorstellungen von öffentlichem Raum?Die Diskussion beleuchtet die Konstellation von Migration, Rassismus und Stadtentwicklung in Hamburg am Beispiel von verschiedenen Politiken der Angst.

Dr. Vassilis S. Tsianos ist Migrations- und Grenzregimeforscher, Gründungsmitglied des Netzwerks Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung (kritnet), Mitbegründer von kanak attak und Sektionssprecher des Rates für Migration der Universität Hamburg.