Silent University Hamburg. Public Seminar (1)

Dienstag, 10. Februar 2015, 18 Uhr

18 Uhr
Nigeria During Slavery in West Africa
Vortrag von Abimbola Odugbesan*

In seinem Vortrag spricht Abimbola Odugbesan über die Geschichte der Sklaverei in Westafrika vom 16. bis zum 19. Jahrhundert und deren Auswirkungen bis in die globalisierte Gegenwart.
Abimbola Odugbesan ist Dozent der Silent University Hamburg. Er ist Lehrer für Sozialwissenschaften und Englisch in Ibadan, Nigeria. Seit 2013 lebt er in Hamburg.

19 Uhr
Toward a Transversal Pedagogy
Gespräch mit Nikita Dhawan und María do Mar Castro Varela*

In Zeiten, in denen die Öffentlichkeit vermehrt mit autoritärem Gedankengut konfrontiert wird, ist es umso bedeutsamer, freiheitliche und tolerante Standpunkte zu stärken. Dazu kann ein erweitertes Bildungssystem beitragen. Eines, das die sozialen Bedingungen reflektiert, in denen die bestehende Bildungsarbeit eingebettet ist. Von einem dekolonialen Standpunkt aus und gestützt auf die Arbeit von W.E.B. DuBois und Gayatri Spivak werden Nikita Dhawan und María do Mar Castro Varela in ihrem Gespräch der Frage nachgehen, wie aktuelle hegemoniale Strukturen neu konfiguriert werden können. Dabei plädieren sie für eine politische und ökonomische Umgestaltung, die durch eine ästhetische Erziehung ergänzt wird und einen epistemischen Wandel befördert.

María do Mar Castro Varela ist Professorin für Soziale Arbeit und Allgemeine Pädagogik an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Als Gastprofessorin lehrte sie unter anderem an der Zürcher Hochschule der Künste und an der Universität Innsbruck. Ihre Streitschrift Ist Integration nötig? wurde 2013 veröffentlicht.

Nikita Dhawan ist Professorin für Politikwissenschaften an der Universität Innsbruck und Direktorin des Frankfurt Research Center for Postcolonial Studies an der Goethe Universität in Frankfurt am Main. Zuletzt erschienen die Publikationen Global Justice and Desire: Queering Economy (2015) und Decolonizing Enlightenment: Transnational Justice, Human Rights and Democracy in a Postcolonial World (2014).

* Beide Veranstaltungen finden statt in englischer Sprache mit deutscher Konsekutivübersetzung.