Travis Alabanza

Travis Alabanza ist transfemme, non-binary Performance-Poet*in, Künstler*in und Autor*in. Travis Alabanza beschreibt sich selbst als „Black queer femme boi“ und zählt zu den wichtigsten aktuellen Performancekünstler*innen in London, die in extravaganten Auftritten oder intimen Settings die oft versteckte Verletzlichkeit der „queer brown muddy kids“ in der weißen Gay-Szene und postmigrantischen Gesellschaft offenbaren. In den letzten beiden Jahren publizierten sie in Literaturmagazinen, vor allem in der Anthologie Black and Gay In The UK, und den Online Magazinen Black Girl Dangerous, Man On, und Beyond the Binary und zuletzt in Barbican Poets Anthology (2015/2016). Auftritte u. a.: Hackney Attic, Keble Arts Festival (2016); Oxford Queer Week (2012).

Andrea Callejas Herrera

Andrea Callejas Herrera (*1990, lebt in La Paz, Bolivien) studierte Politikwissenschaft an der Universität von San Andres. Sie ist seit 2012 Mitglied von Mujeres Creando und wirkte in zahlreichen Workshops und Aktionen mit. Seit zwei Jahren ist sie maßgeblich an der Verwaltung und Betreuung von La Virgen de los Deseos beteiligt, eines der autonomen feministischen Zentren, welches Mujeres Creando in La Paz betreibt.

María José Arjona

María José Arjona (*1973 in Bogotá, lebt in New York) arbeitet überwiegend mit Langzeitperformances und Performancezyklen, in denen sie die Wirkung verschiedener zeitbasierter Konzepte auf den eigenen Körper untersucht. „Erinnerungsübung“ nennt Arjona einige dieser langwierigen und kräftezehrenden Performances, in denen sie Grenzen von Identitätsentwürfen auslotet. Kontemplativ wiederholt sie dabei immer wieder künstlerischen Handlungen und schafft einfache und gleichzeitig beklemmende Situationen, indem sie beispielsweise BesucherInnen auffordert, mit ihr zu singen bis die Stimme versagt (Je ne regrette rien, 2009). Ausstellungen und Performances u. a.: Frost Museum, Miami; The Ballroom Marfa, Texas; Museo Del Barrio, New York; Art Basel; Performance Art Festival, Museum of Contemporary Art La Tertutlia, Cali, Kolumbien; Ghost University, Bogota.

Hannah Black

Hannah Black ist eine britsche, in Berlin lebende, feministische Künstlerin und Autorin. Sie schreibt für das New Yorker Magazin The New Inquiry und veröffentlichte in Texte zur Kunst, Afterall und Dazed. Ausgehend von eigenen Erfahrungen mit ihrer multidimensionalen Familienabstammung, befasst sie sich mit Körperidentitäten zwischen Intimität und Entfremdung: „Operatively, my self-definition is black and that’s the one that feels most consistent with my experience.” Hannah Black interessieren soziale Verhältnisse, Geopolitiken und Geschlechteridentitäten und wie diese durch kapitalistische Strukturen bestimmt sind. Ihren Master in Art Writing legte sie 2013 am Goldsmiths College, London ab und war 2013/2014 Teilnehmerin des Whitney Independent Study Program, New York. Ausstellungen, Vorträge und Performances u. a.: Arcadia Missa, London; Interstate Projects, New York; Chateau Shatto, Los Angeles; W139, Amsterdam; The Whitechapel, London; Flutgraben, Berlin.

Casey

Casey (*1976 Rouen, lebt in Le Blanc-Mesnil) – französische Rapperin karibischer Abstammung – prangert in ihren Texten vor allem die soziale Deklassierung der ImmigrantInnen in den französischen Banlieues sowie die Polizeigewalt und den omnipräsenten und strukturellen Rassismus der weißen französischen Gesellschaft an. Dem heutigen populären Rap, den sie als „Variété-Rap, der die Misere beschönigt, statt sie bloßzustellen“ bezeichnet, stellt sie politischen Punk-Rap entgegen. Casey versteht sich als kompromisslose und zurückgewiesene Einzelkämpferin, die nicht bereit ist zu kapitulieren, ihr letztes Album heißt Libérez la bête (Befreit die Bestie). Sie zählt heute zu einer der wichtigsten politischen Stimmen der französischen Immigrant*innen.

Nikita Dhawan

Nikita Dhawan (*1972 in Thane, Indien, lebt in Innsbruck/Berlin) ist Professorin für Politische Theorie mit thematischer Akzentuierung im Feld der Frauen- und Geschlechterforschung sowie Direktorin der Interfakultären Forschungsplattform Geschlechterforschung: Identitäten – Diskurse – Transformationen an der Universität Innsbruck. Ihre Publikationen umfassen u. a. Impossible Speech: On the Politics of Silence and Violence (Academia, 2007); Hegemony and Heteronormativity: Revisiting “the Political” in Queer Politics (Mithrsg., Ashgate, 2011); Postkoloniale Theorie. Eine kritische Einführung (mit María do Mar Castro Varela, transcript: 2015); Global Justice and Desire: Queering Economy (Mithrsg., Routledge, 2015); Negotiating Normativity: Postcolonial Appropriations, Contestations and Transformations (Mithrsg., Springer, 2016).

Foto: Andreas Friedle

Tyler Ford

Tyler Ford (*1990, lebt in New York) ist Autor*in, Redner*in und Agender-Medienpersönlichkeit. Tyler Ford hat u. a. im The Guardian, Poetry Magazine und V Magazine Artikel veröffentlicht und ist mit Beiträgen bei MTV und Rookie präsent. 2015 waren sie in MTV’s Liste der besten Social Media Stars. Tyler Ford nutzt die sozialen Medien aber auch klassische Vortragsformate beispielsweis an Schulen, um einen Dialog zu initiieren und Gespräche über Möglichkeiten und den Umgang mit nicht-binären Geschlechteridentitäten und Transgender/Agender/Cis-Persönlichkeiten zu ermöglichen. Sie arbeiten außerdem als Ratgeber*innen für die LGBTQA youth bei MTV und für die Miley Cyrus‘ Happy Hippie Foundation, für deren Kleiderlinie Tyler Ford u. a. die T-Shirts My Friend Tyler™ gestaltet.

Foto: Benedict Evans

Regina José Galindo

Regina José Galindo (*1974, lebt in Guatemala-Stadt) ist eine feministische Künstlerin. In ihren Performances thematisiert sie politische Ungerechtigkeit und den Gewaltmißbrauch von aus dem Gleichgewicht geratenen Machtverhältnissen. In ihren Aktionen setzt sie sich selbst immer wieder physisch und psychisch extremen Situationen aus. Regina José Galindo nahm teil an der 49. (2001), der 51. (2005), der 53. (2009) sowie der 54. (2011) Biennale in Venedig und erhielt zahlreiche Preise, u. a. 2005 den Goldenen Löwen der 51. Biennale in Venedig in der Kategorie Junge Künstler, Ausstellungen u. a.: Kunstverein Frankfurt (2016); CAAM, Centro Atlántico de Arte Moderno (2013); ISOLA ART CENTER, Mailand (2012); Migros Museum, Zürich (2010); Biennale of Sydney 2010; 10. Biennale Havanna (2009); Kunsthalle Wien (2008).

María Galindo

María Galindo (*1964 in La Paz, lebt in La Paz) ist Psychologin, Radiomoderatorin, ehemalige TV- Moderatorin und Mitbegründerin und Direktorin von Mujeres Creando, einer feministischen Organisation in Santa Cruz/Bolivien, die sich gegen physische und symbolische Gewalt gegen Frauen und Homosexuelle einsetzt sowie die Ungerechtigkeiten der repressiven, patriarchalen, kolonial geprägten Gesellschaft Boliviens bekämpft. In ihrer künstlerisch-aktivistischen Praxis fordert María Galindo ethnische und soziale Hierarchien heraus, die zu Sexismus und Homophobie führen. In aktivistischen Formaten, Performances und Fernsehauftritten vertritt sie eine im öffentlichen Raum praktizierte politische künstlerische Position. Ausstellungen u. a.: Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2011); Reina Sofía, Madrid (2010); 27. Biennale São Paulo, São Paulo (2006).

Che Gossett

Che Gossett (lebt in New York) ist trans femme Autor*in, Archivist*in am Barnard Center for Research on Women und Doktorand*in in Trans-/Gender-Studien an der Rutgers University. Che Gossett studierte außerdem African American Studies am Morehouse College (BA), an der Brown University (MAT) und der University of Pennsylvania (MA in Geschichte). Als Anerkennung für die Forschungsarbeit erhielt Che Gossett den Gloria E. Anzaldúa Award 2014 der American Studies Association, ein Radcliffe Forschungsstipendium der Harvard University, den Sylvia Rivera Award 2014 in Transgender Studies des Center for Gay and Lesbian Studies der City University of New York und den Martin Duberman Research Scholar Award 2014 der New Yorker öffentlichen Bücherhalle. Aktuell arbeiten sie an einem Buchprojekt unter dem Titel Blackness, the Beast and the Non Sovereign.

Krishna Istha

Krishna Istha ist Performance-Künstler*in und Schauspieler*in und bezeichnet sich selbst als „Gender Anarchist“. In ihren Arbeiten nehmen sie die Form komödiantischer politischer Alter Egos an, und konzentrieren sich thematisch auf Queer Culture, Gender Politics und Feminismus. Physische und stimmliche Ausdauertests sind dabei keine Seltenheit. 2015 trat Krishna Istha für „Quaer“ in London auf und arbeitet mit Travis Alabanza zusammen. Krishna Ishta war u. a. beteiligt an dem Theaterstück “Butch Monologues” (mit The Drakes; WOW Fesitval, Southbank Center u. a.); “Gay Shame and lesbia Weakness” (mit Ann Liv Young) und “EAT THIEF*BANANAS” (mit Christina Brown, Victora Lavell und Kate Wyver, National Theatre).

Oliver Marchart

Oliver Marchart (*1968 in Wien, lebt in Wien) ist Philosoph und Soziologe. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Politische Theorie, Gesellschafts- und Demokratietheorie, politische Ideengeschichte sowie Prekarisierungsforschung. Von 2006 bis 2012 hatte er die SNF-Förderungsprofessor am Soziologischen Seminar der Universität Luzern inne. 2012 berief die Kunstakademie Oliver Marchart als Professor für Soziologie nach Düsseldorf und ab 2013 war er als Senior Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften Wien tätig. Seit März 2016 ist er Professor für Politische Theorie an der Universität Wien. Zahlreiche Monographien u. a.: Hegemonie Kunstfeld. Die documenta-Ausstellungen dX, D11, d12 und die Politik der Biennalisierung (2008) und Das unmögliche Objekt. Eine postfundamentalistische Theorie der Gesellschaft (2013).

Nikos Papastergiadis

Nikos Papastergiadis (*1962 in Melbourne, lebt in Melbourne) ist Direktor der Forschungsstelle Public Cultures an der University of Melbourne, an der er als Professor für Kultur und Kommunikation lehrt. Er leitet das Projekt Large Screens and the Transnational Public Sphere des Australian Research Council Linkage Project und war strategischer Berater für öffentliche Einrichtungen auf dem Gebiet der kulturellen Identität. Neben weiteren Lehrtätigkeiten u. a. am Victorian College of Arts oder der University of Manchester, kollaborierte er u. a. mit John Berger, Jimmie Durham und Sonya Boyce und ist seit 1993 Autor und Mitherausgeber von Third Text. Weitere Publikationen u. a.: Cosmopolitanism and Culture (2012); Spatial Aesthetics: Art Place and the Everyday (2006); The Turbulence of Migration (2000); Dialogues in the Diaspora (1998) und Modernity as Exile (1993).

Alice Peragine

Alice Peragine (*1986 in München, lebt in Hamburg) ist Performance-Künstlerin und studiert im Studiengang Zeitbezogene Medien bei Michaela Melián an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. In ihren ortsspezifischen Performances und Installationen untersucht Alice Peragine Grenzen, seien sie territorial, national und physisch explizit, oder aber implizit vorhanden durch Sprache und strukturelle Regulierungen. Sie ist Mitbegründerin von PLATEAU, einer web-basierten Plattform für Performing Arts in Hamburg, und Teil des Künstlerkollektivs C.O.P.S. Ausstellungen u. a. im Kunsthaus Hamburg (2014), Poolhaus Hamburg (2015) und Kunstverein Hamburg (2015). 2013 erhielt sie mit dem Kollektiv Klunker den Förderpreis für Bildende Kunst im Rahmen des Bundeswettbewerbs KunststudentInnen und Kunststudenten stellen aus und 2014 den Berenberg Preis für Junge Kunstt.

Johannes Paul Raether

Johannes Paul Raether (*1977 in Heidelberg, lebt in Berlin) ist Performance-Künstler und Theoretiker. In seinen Arbeiten erschafft er Charaktere, die aus vielfältigen Identitäten zusammengesetzt sind. Mit diesen Figuren und Avataren, wie etwa Protektorama WorldWideWitch oder Schwarmwesen, entwirft er den imaginären Gesellschaftsraum „Identitektur“. Die Avatare animieren und antizipieren zukünftige Identitäten und involvieren die Besucher*innen in ebenso poetische wie kritische Auseinandersetzungen um Selbstbestimmung, Geschlecht und Zukunft. Johannes Paul Raethers Performances und Installationen wurden gezeigt u. a.: Kunstwerke, Berlin (2013); Kunsthaus Bregenz (2012); Künstlerhaus Stuttgart (2012); KUMU Art Museum, Tallinn (2010); Neuer Berliner Kunstverein, Berlin (2009). Er schreibt regelmäßig für Texte zur Kunst und lehrte 2013/14 als Gastprofessor an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.

Tracey Rose

Tracey Rose (*1974, lebt in Johannesburg) arbeitet mit Performance, Videoinstallationen und Fotografie. Sie unterrichtet am Vaal Triangle Technikon-Institut in Vanderbijl Park und an der University of the Witwatersrand in Südafrika. Ihre Arbeiten thematisieren die dogmatischen Einschränkungen sowie die Schwächen und Mängel des institutionalisierten Kulturdiskurses. Dabei spricht sie vor allem dessen Umgang mit Identitätspolitiken an, behandelt Themen wie Gender und Rasse und bezieht sich auf Positionen der Performance-Kunst der 1960er und 1970er Jahre. Sie war in Ausstellungen vertreten u. a.: Fundación PROA, Buenos Aires (2011); Biennale Lyon (2011); Kunstmuseum Bern (2010); Stedelijk Museum, Amsterdam (2009); MC Kunst, Los Angeles (2008); Museo Tamayo, Mexico City (2006).

Kerstin Stakemeier

Kerstin Stakemeier (*1975, lebt in Berlin und Nürnberg) ist Autorin und Theoretikerin, die sich in ihrer Arbeit den sich verlagernden Dissonanzen zwischen dem Politischen (und der Politischen Theorie) und der Kunst (-geschichte) widmet.
Sie war Initiatorin des Aktualisierungsraum, Hamburg (mit N. Köller, 2007/2008), kollaboriert regelmäßig mit Johannes Paul Raether und veröffentlichte u. a. Painting-The Implicit Horizon (with A. Moss, 2012), Power of Materials/Politics of Materiality und The Present of the Future (mit S. Witzgall, 2014-16). Sie lehrte in den Bereichen politische, kunst-, kultur- und Medientheorie, Kunstgeschichte u. a. an der Bauhaus-Universität Weimar und der Universität der Künste Berlin sowie aktuell an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. 2017 erscheint ihre Monografie Dramatisierter Formalismus (b_books Polypen).

Boaventura de Sousa Santos

Boaventura de Sousa Santos (*1940, lebt in Coímbra) ist Professor für Soziologie an der University of Coímbra, an der er auch das Centre for Social Studies (CES) leitet und 1973 Mitbegründer der Fakultät für Wirtschaft war. Der Kern seiner Aktivitäten und Publikationen behandelt das Konzept der „Epistemologien des Südens“, das Formen anti-hegemonialer Globalisierung entwickelt und auf die Anerkennung globaler Gerechtigkeit zielt. 2001 war er maßgeblich an der Gründung des World Social Forum (WSF) beteiligt und leitet seitdem das Projekt ALICE: Leading Europe to a New Way of Sharing the World Experiences, das an einer Erneuerung sozialwissenschaftlichen Wissens sowie an theoretischen und politischen Paradigmen einer sozialen Transformation arbeitet. 2015 ist seine aktuelle Publikation erschienen If God Were a Human Rights Activist (Stanford University Press).

Marlene Streeruwitz

Marlene Streeruwitz (*1950 in Baden bei Wien, lebt in Wien, London und New York) ist freie Autorin, Regisseurin, Texterin und Journalistin. Sie studierte Slawistik und Kunstgeschichte in Wien und begann 1986 literarische Werke, Hörspiele und feministisch orientierte Texte zu veröffentlichen. 1996 erschien ihr erster Roman Verführungen. 3. Folge. Frauenjahre, für den sie unter anderem den Mara-Cassens-Preis erhielt (1997). Sie unterichtete an der Universität Tübingen und 2003 an der Universität Kassel mit der Brüder-Grimm-Professur. Marlene Streeruwitz erhielt zahlreiche Auszeichnungen u. a.: Franz-Nabl-Preis (2015); Wiener Frauenpreis (2010); Walter-Hasenclever-Literaturpreis (2002); Droste-Preis (2009); Hermann-Hesse-Preis (2001).

Foto: Marija Kanizaj

Tami T

Tami T (*1986 in Gothenburg, lebt in Berlin) ist eine schwedische Musikerin, Performance Künstlerin und Produzentin, die mit ihrem Titelsong I Never Loved This Hard, This Fast Before für den mehrfach ausgezeichneten Film Something Must Break (Regisseur Ester Martin Bergsmarks, 2014, u. a. Filmpreis Rotterdam) größere Bekanntheit erreichte. Tami T’s elektronische Popmusik spielt mit Gender Klischees, sexuell expliziten Texten und den eingängigen Klängen der Mainstream Pop- und Dancemusik. Sie verfolgt einen experimentellen DIY Ansatz, in dem sie ihre Songs selbst schreibt, komponiert und produziert, als Einzelperformerin auftritt und auch neue Instrumente, wie den „musical strap-on“ baut.

Michelle Teran

Michelle Teran (*1966 in Kanada, lebt in Berlin) ist Medienkünstlerin und Theoretikerin. In ihrer Arbeit behauptet sie eine hybride Praxis, die politisches und soziales Engagement mit zeitgenössischer Kunst verbindet. In ihren Arbeiten nutzt sie die Medien Film, Text, Performance und Installationen, sowie Formen der Netzkunst, partizipatorischer Events und Interventionen im öffentlichen Raum. 2010-2014 war sie Forschungsstipendiat an der Bergen Academy of Art and Design (KHIB). Ihre Vorträge, Workshops und Seminare fanden statt u. a. an der Kunsthochschule für Medien Köln; Bauhaus Universität, Weimar; Willem de Kooning academie, Rotterdam und Parsons Paris. Sie wurde u. a. ausgezeichnet mit dem Transmediale Award (2010) und dem Turku2011 Digital Media & Art Grand Prix Award. Derzeit ist sie an dem Forschungsprojekt SYNSMASKINEN: an inquiry into contemporary political crises der Bergen Academy of Art & Design beteiligt.

Ovidiu Tichindeleanu

Ovidiu Tichindeleanu (*1976, lebt in Chisinau, Moldowa) ist Philosoph und Gesellschaftstheoretiker und Mitglied des Board of Directors von El Taller International, einer internationalen NGO, die sich u. a. für diskursive Alternativen aus der Perspektive des globalen Südens einsetzt. Er ist Redakteur des unabhängigen Kunst- und Gesellschaftsmagazins IDEA arts + society und Mitbegründer der unabhängigen Plattformen Indymedia Romania (2004), CriticAtac.ro (2010) und LeftEast International (2012). 2009 wurde er an der Binghamton University, State University of New York in Philosophie promoviert. Seit 2012 unterrichtet Ovidiu Tichindeleanu an der Decolonial School des Roosevelt Institute, Middelburg, Niederlande. Seine Artikel sind erschienen u. a. in Gazette of Political Art und in den Publikationen The South As New Political Imaginary (2013) und European Alternatives, TransEurope (2010).

Marina Vishmidt

Marina Vishmidt (*1976, lebt in London) ist Autorin, Herausgeberin und Kritikerin, die sich in ihren Schriften hauptsächlich mit Fragen zu Kunst, Arbeit und Wert beschäftigt. 2013 promovierte sie an der Queen Mary University of London und lehrt seitdem am Dutch Art Institute, Arnhem. Frühere Lehrtätigkeiten übte sie an der Universität der Künste Berlin, dem Central Saint Martins, Goldsmiths, und der Royal Academy in Kopenhagen aus. Marina Vishmidt veröffentlichte zahlreiche Beiträge in Magazinen wie Mute, Afterall, Texte zur Kunst, Ephion umfaemera, Kaleidoscope und Parkett sowie Anguish Language, The Routledge Companion to Art and Politics und The ECONOMY Reader (Mithrsg.). Publikationen u. a.: Speculation as a Mode of Production (Brill, 2016); A for Autonomy (mit Kerstin Stakemeier, Textem, 2014).

WoMANtís RANDom

WoMANtís RANDom (lebt in Berlin und Toronto) bezeichnet sich als „4th Wave-Feminist, international media-acrobat, storyteller, dancer, book illustrator and poet at heart.” Nach einem Master in Gender, Feminist and Women’s Studies in Toronto, arbeitet WoMANtís RANDom wieder in Berlin mit Video, Fotografie und Tanz. In fancy’s Arbeiten spielen Musik, vor allem Jazzpunk, und Sprachinter- ventionen eine wichtige Rolle, um Sprachgewohnheiten vor dem Hintergrund intersektionaler Erfahrungen, in denen sich mehrere Diskriminierungsformen in einer Person überschneiden, zu dekonstruieren und anti-repressiven Politiken Raum zu geben: „Focus of fancy’s work is the work of translation of complex stories within glocal politri-x-ticks ticks.” WoMANtís RANDom’s erster Dokumentarfilm Mein Viertel 100 entstand 2011 und ist die erste Dokumentation der Black Community in Deutschland, die ein Mitglied selbst gedreht hat.

Hengameh Yaghoobifarah

Hengameh Yaghoobifarah (* 1991, lebt in Berlin) ist Online-Redakteurin, freie Autorin, Kolumnistin, Bloggerin und Aktivistin. Sie studierte Medienkulturwissenschaft und Skandinavistik in Freiburg i. B. und in Linköping und absolvierte verschiedene Medienpraktika. Heute lebt und arbeitet sie in Berlin und ist Redakteurin beim Missy Magazine, für das sie Artikel zum Queer_Feminsimus verfasst und Interviews führt. Ergebnisse ihrer Tätigkeit sind zu lesen auf ihren Blogs Tea-riffic und QUEER VANITY, aber auch in der taz, im Migrazine oder auf Mädchenmannschaft.net.

Foto: Ilgen-Nur Borali

Zhala

Zahla (lebt in Stockholm) ist eine schwedische Musikerin kurdischer Abstammung, die ihren Stil als „futuristic cosmic pop“ bezeichnet. Neben ihren Erfolgen in der Musikbranche mit Tanz, Gesang und Live-Shows, die ihr 2012 den Vertrag mit Konichiwa Records einbrachten, tritt Zhala auch im Kunstbetrieb auf. Ihre Live-Performances und Videos sind künstlerisch unangepasst und entwerfen ein komplexes Netz von kulturellen und politischen Bezügen. Als Performance-Künstlerin trat sie u. a. im Rahmen der Jean Paul Gaultier Ausstellung im Moderna Museet, Stockholm (2013) auf.