Eine Auswahl von Werken aus From the Cosmos to the Commons. Vom All zum Allgemeingut, Teil einer fünfjährigen Ausstellungsreihe der Stadtkuratorin Hamburg, wird auf der 7. Internationalen Mardin-Biennale präsentiert. Die Biennale findet unter dem Titel SKYground statt und erfolgt auf Einladung der Kuratorin Çelenk Bafra sowie des Direktors von Istanbul Modern.
Auf der Biennale werden folgende Arbeiten präsentiert: Iktómiwiŋ (A Vision of Standing Cloud) von KITE, Herstories von Małgorzata Mirga-Tas sowie The Tarot von Xul Solar. Alle Werke werden vor Ort realisiert, sind in lokale Kontexte eingebettet und entfalten sich durch ortsspezifische Lesarten sowie institutionelle Kooperationen.
Diese Einladung eröffnet die Möglichkeit, Nachhaltigkeit in der öffentlichen Kunst neu zu denken. Anstelle eines aufwendigen Transports von Werken werden Kosten und Emissionen reduziert, während eine lokale, ökologisch bewusste Produktion in den Mittelpunkt rückt. So entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Gast und Gastgeber.
Im Zentrum steht dabei weniger die Bewegung von Objekten als vielmehr die Zirkulation von Ideen: ein Ansatz, der Zusammenarbeit und Verbundenheit über Konkurrenz stellt und über das hinausweist, was Aby Warburg als „grenzpolizeiliche Befangenheit“ beschrieben hat.
Wir sind überzeugt, dass Kunst und Wissen grenzüberschreitend zirkulieren sollten, zugleich jedoch lokal verankert bleiben müssen – sensibel für Kontext, Umwelt und Gemeinschaft. In einer Zeit, die von Kriegen und extraktiven Dynamiken geprägt ist, eröffnet öffentliche Kunst Räume, um unsere Beziehung zum Planeten und zueinander neu zu denken – mit und trotz unserer Unterschiede.
Kuratiert von Çelenk Bafra
Eröffnungsprogramm: 15–18.5.
Abschlusswochenende: 20.–21.6.



