Performativität
Die Performativität hat ihren Ursprung in der Sprachtheorie, von J.L. Austins Wortschöpfung der “performativen Äußerungen”. Eine performative Äußerung ist, wenn das was gesagt wird gleichgesetzt wird mit dem, was man tut – wie z.B. wenn man sein Hochzeitsgelübde ablegt, indem man sagt: “Ich tue es”; dies ist ein Sprechakt, der das, was er sagt, ausübt. Performativität verschiebt den Fokus von den Korrespondenzen (oder auch nicht) zwischen Worten und den Dingen, die sie repräsentieren, auf die Belange von Praxis und Kontext, in ihren materiellen Konsequenzen. Für Judith Butler indiziert Performativität die Art und Weise, in der wir künstliche oder konstruierte Normen über eine diskursive Realität, die wir durch unsere Körper, Worte und Gesten inszenieren, naturalisieren. Diese künstlichen Konstruktionen nehmen die Charakteristika des “Natürlichen” oder eines Teils der bestimmten Realität an, weil sie ständig geprobt und wiederholt werden. Performativität hat auch eine alltägliche Bedeutung, in der sie eine theater-ähnliche, lebendige Präsenz bezeichnet. Die Frage ist, wie man alle Bedeutungen zusammenführt – wie beeinflusst die lebendige, körperliche Qualität eines Kunstwerks die Art und Weise, wie wir die Realität sehen? Wie wirkt sich das neue Sehen auf unsere performativen Beziehungen zu ihm aus?
Autorin: Patricia Reed
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