Fünf Jahre - Fünf Elemente

Fire

FIRE. From the Cosmos to the Commons am Mahnmal St. Nikolai © Foto: Daria Kulnina

21.6. – 21.9.2026
Kunstausstellung am Mahnmal St. Nikolai

FIRE ist die zweite Ausstellung der Reihe Vom All zum Allgemeingut: Fünf Jahre – Fünf Elemente. Die Reihe widmet sich je einem Element pro Jahr, den elementaren Kräften Kosmos (2025), Feuer (2026), Luft (2027), Erde (2028) und Wasser (2029). Gemeinsam laden sie uns ein, einen Blick auf den Horizont einer planetaren Öffentlichkeit zu werfen, geleitet von der Fähigkeit der Kunst, das Ungewisse zu erahnen – einem fühlbaren Gespür für das, was kommen mag.

FIRE befasst sich mit den Ursprüngen des Begriffs „Apokalypse", der vom griechischen Apokalypsis (ἀποκάλυψις) abgeleitet ist und „Enthüllung" oder „Aufdeckung" bedeutet. In diesem Sinne ist die Apokalypse kein fernes Ereignis mehr, stattdessen wird sie zu einem andauernden Zustand. Jenseits westlicher Deutungsrahmen haben indigene Gemeinschaften und andere historisch marginalisierte Gruppen apokalyptische Narrative seit Langem genutzt, um Erfahrungen weltvernichtender Traumata zu beschreiben, wie Kolonisierung, Vertreibung und ökologische Verwüstung.

FIRE präsentiert eine Reihe ortsspezifischer Arbeiten von Hamburger und internationalen Künstler*innen, die sich mit der politischen, ökologischen und spirituellen Dimension des Feuers in Zeiten akuter gesellschaftlicher Dringlichkeit auseinandersetzen. Unsere Vorfahren haben irgendwann gelernt, das allgegenwärtige Feuer zu domestizieren. Heute bändigen wir es und entfesseln es zugleich: Wir beherrschen die Verbrennung, verbrennen aber weiterhin Tag und Nacht fossile Brennstoffe und erschöpfen damit die Ressourcen und das Klima unseres Planeten. FIRE thematisiert das allgegenwärtige Gefühl einer drohenden Katastrophe und fragt gleichzeitig, wie Gift zur Medizin, Verwirrung zur Stärke und Verlust zu einer Quelle der Erneuerung und Widerstandsfähigkeit werden kann.

Das Projekt findet am Mahnmal St. Nikolai statt, einer ehemaligen Kirche im Herzen Hamburgs, die im Laufe ihrer Geschichte zweimal durch Brände zerstört wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wiederaufgebaut, ist das Mahnmal heute ein Ort des Erinnerns und der Begegnung und bietet die Möglichkeit, sich mit den Ursachen und Folgen von Krieg und Gewalt auseinanderzusetzen. Es ist ein Ort, der das Gedenken an Zerstörung und unwiederbringliche, durch menschliches Handeln verursachte Schäden mit Hoffnung sowie dem Willen zu Reflexion und Heilung verbindet. In diesem Kontext funktionieren die zeitgenössischen Kunstwerke als “spontane Begegnungen,” die zum Nachdenken anregen, wie man den Kreislauf aus Zerstörung und Erneuerung durchbrechen und zu Formen des Zusammenlebens auf unserem Planeten gelangen kann, die auf Fürsorge, Gerechtigkeit und Gewaltfreiheit beruhen.

FIRE. From the Cosmos to the Commons am Mahnmal St. Nikolai
Kuratiert von Joanna Warsza, Stadtkuratorin Hamburg
Eröffnungswochenende: 20. und 21.6.2026
21.6. – 21.9.2026

Satellitenprojekte:

Keiner rannte von Andrey Klassen, Kunsthaus Hamburg im Projektraum Admiralitätstraße 75
Kuratiert von Anna Nowak, Geschäftsführung und Künstlerische Leitung des Kunsthaus Hamburg
7.6. – 20.9.2026

Sunflower Fields von Agnes Denes, Kunstinstallation am Hammaburg-Platz
Eröffnung 21.6.2026, 16:30-18:00
21.6. – 21.9.2026

Das Projekt Stadtkuratorin Hamburg wird gefördert von der Behörde für Kultur und Medien und steht unter der Trägerschaft des Kunsthaus Hamburg.

Kooperationspartner*innen:

Unterstützer*innen:

Medienpartnerschaft:

Sunflower Fields von Agnes Denes entsteht in enger Abstimmung / Partnerschaft mit:

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